In 24 Sprachen gegen Ausbeutung


Darüber informiert die Plattform www.constructionworkers.eu Bauarbeiter in 24 Sprachen.
Baustellen im Kreis Göttingen: Info-Kampagne für EU-Ausländer
In 24 Sprachen gegen Ausbeutung
von Bauarbeitern aus dem Ausland
Offensive gegen Ausbeutung auf dem Bau: Beschäftigte aus dem Ausland, die auf
Baustellen im Landkreis Göttingen arbeiten, können sich über ihre Rechte informieren –
unter www.constructionworkers.eu. Auf der Homepage finden Bauarbeiter in 24
Sprachen alle Infos rund um Lohn, Arbeitszeit, Krankheit und Urlaub. Darauf weist die IG
BAU Niedersachsen-Süd hin.
„Gerade wenn bei gutem Wetter im Sommer besonders viel gebaut wird, setzen Betriebe
auf ausländische Arbeitskräfte“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Torsten Witt. Häufig
bekämen diese aber nicht den Lohn, der ihnen zusteht. Auch Überstunden blieben oft
unbezahlt. Schnelle Hilfe gibt es im Netz: Mit dem Internet-Angebot der Europäischen
Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH) erhalten Beschäftigte erstmals einen
kompletten Überblick zu Löhnen und Arbeitsstandards in allen EU-Ländern.
Witt: „Im Kreis Göttingen muss jeder, der auf dem Bau arbeitet, mindestens 11,30 Euro
pro Stunde bekommen – egal woher er kommt. Gelernte Bauarbeiter haben sogar
Anspruch auf einen Stundenlohn von 14,70 Euro.“ Probleme mit dem Lohn gebe es
gerade im Zusammenhang mit sogenannten Subunternehmer-Ketten, hinter denen sich
oft illegale Beschäftigung verberge, berichtet der Gewerkschafter. „Viele Arbeiter werden
vor allem in Osteuropa mit großen Versprechungen gelockt – und dann hier mit
Niedriglöhnen abgespeist.“ Ein entscheidendes Mittel dagegen sei, dass die Betroffenen
solche Missstände selbst anzeigten. Hilfe hierbei gebe es ebenfalls über die neue InfoPlattform.

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