Bau-Mindestlohn steigt


Für 396 Bauunternehmen im
Bezirksverband gilt neuer Bau-Mindestlohn
Neue Lohn-Untergrenze auf dem Bau: Für die 4.230 Bauarbeiter aus dem
Bezirksverband Niedersachsen Süd
gilt ab sofort ein höherer Mindestlohn. Gelernte Maurer, Zimmerer und Co.
müssen nun mindestens 14,95 Euro pro Stunde bekommen. Damit stehen am
Monatsende 43 Euro mehr auf dem Lohnzettel. Darauf hat die Industriegewerkschaft
BAU hingewiesen.
Gestiegen ist außerdem der Helfer-Mindestlohn auf dem Bau. Wer ohne
abgeschlossene Berufsausbildung arbeitet, hat nun Anspruch auf einen Stundenlohn
von 11,75 Euro. „Die Beschäftigten sollten jedoch genau prüfen, welche Bezahlung
ihnen zusteht“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Torsten Witt. „Oft versuchen
Betriebe, Facharbeiter mit dem Helfer-Lohn abzuspeisen. Doch das ist illegal.“
Die IG BAU Niedersachsen-Süd spricht von einem „wichtigen Schritt“ für Tausende
Beschäftigte in der Region. „Der Bau brummt. Die Geschäfte laufen so gut wie seit
vielen Jahren nicht mehr. Deshalb müssen die Bauarbeiter jetzt noch einmal
zusätzlich etwas von den steigenden Umsätzen abbekommen“, sagt Witt. „Wir stecken
bereits mitten in einer neuen Tarifrunde. Hier fordern wir von den Arbeitsgebern ein
Lohn-Plus von 6 Prozent. Außerdem muss die Wegezeit als Arbeitszeit anerkannt und
entlohnt werden“, so der Gewerkschafter.
Entscheidend für die fair bezahlte Arbeit auf dem Bau sei aber ohnehin nicht der
Mindest-, sondern der Tariflohn. Der liegt zurzeit bei 19,51 Euro. Bei der laufenden
Tarifrunde setzt sich die IG BAU für ein deutliches Lohn-Plus ein. Antworten auf alle
Fragen rund um den Lohn bietet die Info-Hotline der IG BAU unter 0391 / 40 85 232

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