IG BAU Niedersachsen-Süd legt Jahresbilanz vor


IG BAU Niedersachsen-Süd legt Jahresbilanz vor
Streit im Job: Rechtsexperten der
Gewerkschaft 1.146 Mal im Einsatz
Vom geprellten Urlaubsgeld bis zur Verletzung des Kündigungsschutzes: Bei handfesten
Streitigkeiten im Job waren die Rechtsexperten der IG Bauen-Agrar-Umwelt
Niedersachsen-Süd im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 1.146 Fälle zählten
die IG BAU-Rechtsberater in der Region, wie die Gewerkschaft mitteilt.
„Besonders viel hatten die Juristen im Baugewerbe, in der Gebäudereinigung und im
Dachdeckerhandwerk zu tun. Die Beschwerden reichen hier von unbezahlten
Überstunden und unterschrittenen Tariflöhnen bis hin zu rechtswidrigen Entlassungen“,
zieht Torsten Witt Bilanz. Nach Angaben des IG BAU-Bezirksvorsitzenden sorgten
Ansprüche bei Arbeitsausfällen im Winter und verspätete Lohnzahlungen für zahlreiche
Beratungsstunden.
Die IG BAU Niedersachsen-Süd rät den heimischen Beschäftigten, sich bei Problemen
nicht vom Arbeitgeber einschüchtern zu lassen. „Ob im Dachdeckerhandwerk, im
Gartenbau oder in der Gebäudereinigung – wer um sein Recht gebracht wird, der sollte
sich professionelle Hilfe holen“, sagt der Gewerkschafter. Eine Beratung helfe oft auch
bei den scheinbar kleinen Dingen des Arbeitslebens: „So konnte ein Maurer, der täglich
zur Baustelle radelt, durchsetzen, dass er für den Arbeitsweg ein Kilometer-Geld
bekommt – genauso wie die Autofahrer“, berichtet Witt. Dies entschied das
Landesarbeitsgericht München (Az. 11 Sa 58/17).
Anspruch auf den Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Termine für die
Rechtsberatung können in den IG BAU-Büros in Northeim (Telefon: 0 55 51–12 78),
Göttingen (Telefon: 05 51 – 4 49 17) und Holzminden (Telefon: 0 55 31 – 31 94)
vereinbart werden.

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