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Reinigungskräfte sollen sich Extra-Lohn „nicht wegputzen lassen“
740 Gebäudereiniger im Landkreis
Northeim wollen endlich Weihnachtsgeld
Die rund 740 Gebäudereiniger im Landkreis Northeim wollen Weihnachten nicht
länger leer ausgehen: Was es für die Schaffnerin bei der Bahn, für den
Bankangestellten und Dachdecker gibt, sollen jetzt auch Reinigungskräfte und
Fensterputzer bekommen – Weihnachtsgeld nämlich. Das fordert die
Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Niedersachsen-Süd.
„Wer sein Geld mit Saubermachen verdient, legt in der Regel nichts auf die hohe
Kante. Der Lohn geht für die Miete, für Lebensmittel und für den Alltag drauf. Ich
kenne keine Gebäudereinigerin, die einen halben Monatslohn als Weihnachtsgeld
nicht fürs Leben gebrauchen kann“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Torsten Witt.
Auch die rund 400 Minijobber unter den Beschäftigten der Reinigungsbranche im
Kreis Northeim sollen, wenn es nach dem Willen der IG BAU Niedersachsen-Süd
geht, vom Weihnachtsgeld profitieren: Sie würden einen halben Minijob-Lohn – also
bis zu 225 Euro – extra zu Weihnachten im Portemonnaie haben.
Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat deshalb jetzt in ganz Niedersachsen
zusammen mit den Reinigungskräften Weihnachtsgeld-Aktionen in
Gebäudereinigungsunternehmen gestartet. „Der Countdown läuft – das
Weihnachtsgeld ist in greifbarer Nähe. Wichtig ist, dass die Gebäudereinigerinnen
und Fensterputzer ihren Chefs im Landkreis Northeim jetzt deutlich machen, dass sie
sich den Extra-Lohn im Dezember nicht wegputzen lassen“, so Witt. Anfang
November wolle die IG BAU mit den Arbeitgebern über das Weihnachtsgeld
verhandeln.

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